Qualifizierung zur zusätzlichen Betreuungskraft
§ 4 Abs. 3 Betreuungskräfte-RL (Fassung 21.10.2022): Basiskurs 100 UE, Betreuungspraktikum 2 Wochen, Aufbaukurs 60 UE; vorab Orientierungspraktikum 40 Stunden. Online-Selbstlernkurs im Blended-Learning: Praktika werden vom Büro bestätigt.
Wie der Kurs die Richtlinie abdeckt — Punkt für Punkt
Zugang sofort nach der Buchung · Rechnung als PDF, zahlbar in 14 Tagen · unbefristeter Zugriff
Inhalte
Basiskurs · 100 UE
Block 1 · 8 UEKommunikation und Interaktion: Grundlagen18 Module
- Was Kommunikation ist: Sender, Empfänger, Störung
- Die vier Seiten einer Nachricht
- Körpersprache lesen: was die betreute Person Ihnen zeigt
- Ihre eigene Körpersprache und Stimme
- Fall: Frau K. dreht sich weg
- Ein Gespräch beginnen und beenden
- Aktives Zuhören: ausreden lassen, nachfragen, zusammenfassen
- Fragen stellen: offen, geschlossen und die Frage zu viel
- Einfache Sprache: kurze Sätze, ein Gedanke, keine Fachwörter
- Fall: Herr M. sagt zu allem „ja, ja“
- Ich-Botschaften statt Vorwürfe
- Abstand und Berührung: die richtige Nähe im Raum
- Gefühle im Gespräch: erkennen, benennen, nicht bewerten
- Missverständnisse: die häufigsten Fallen
- Fall: Frau B. fühlt sich angegriffen
- Kultur und Sprache: wenn Deutsch nicht die Muttersprache ist
- In der Gruppe sprechen: jeden erreichen
- Block-Abschluss: das Wichtigste, Fragen quer durch den Block
Block 2 · 17 UEKommunikation bei Demenz, psychischer Erkrankung, geistiger und körperlicher Beeinträchtigung38 Module
- Schwerhörigkeit: verstanden werden, ohne zu schreien
- Sehbeeinträchtigung: ankündigen, beschreiben, nicht umräumen
- Sprachverlust nach Schlaganfall: Aphasie
- Wenn der Körper nicht mitmacht: Parkinson, Lähmung, Rollstuhl
- Fall: Herr M. hört schlecht und nickt
- Hilfsmittel: Schreibtafel, Bildkarten, Hörverstärker, Gebärden
- Bettlägerige und schwer kranke Menschen erreichen
- Mit der Person sprechen, nicht über sie: Angehörige und Dolmetscher
- Fall: Frau S. nach dem Schlaganfall im Rollstuhl
- Was Demenz mit dem Gespräch macht
- Kontakt aufnehmen: Name, Blick, Berührung, ein Satz
- Kurze Sätze, eine Frage, ein Schritt
- Nicht korrigieren, nicht abfragen
- Validation: das Gefühl hinter den Worten gelten lassen
- Fall: Frau K. wartet auf den Bus zur Arbeit
- Immer dieselbe Frage: Wiederholungen aushalten und beantworten
- Nonverbale Signale bei Demenz lesen: Schmerz, Angst, Harndrang
- Gesprächsanker: Fotos, Gegenstände, vertraute Wörter
- Reize dosieren: Umgebung, Tempo, Musik
- Wenn die Person abwehrt: das Nein annehmen und wiederkommen
- Fall: Herr M. fragt zum zehnten Mal nach seiner Frau
- Psychische Erkrankung ist nicht Demenz: was das Gespräch verändert
- Antriebslos und still: das Gespräch bei Depression
- Wenn Angst das Gespräch bestimmt: ruhig bleiben, Sicherheit geben
- Wenn die Wirklichkeit eine andere ist: Gespräch bei Psychose
- Fall: Frau B. glaubt, ihr Essen sei vergiftet
- Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit: gleich bleiben, wenn die Person es nicht kann
- Grenzen setzen: freundlich, klar, ohne Strafe
- Rückzug und Schweigen: Gesprächsbereitschaft ohne Druck
- Fall: Herr T. sagt „Lassen Sie mich in Ruhe“
- Geistige Behinderung: was das ist, und was nicht
- Auf Augenhöhe: erwachsen ansprechen, Siezen, keine Kindersprache
- Verstehen sichern: ein Schritt nach dem anderen
- Bilder und Symbole statt Worte: Unterstützte Kommunikation kennenlernen
- Fall: Herr L. will nicht zur Gruppe
- Mitreden lassen: Wahl anbieten, Fragen ermutigen, Humor
- Wenn Verstehen scheitert: Frust vorbeugen, Auslöser erkennen
- Block-Abschluss: das Wichtigste, Fragen quer durch den Block
Block 3 · 10 UEDemenzerkrankungen22 Module
- Was Demenz ist — und was nicht
- Was im Gehirn passiert: Gedächtnis, Gefühle, Rückwärtsgang
- Die Alzheimer-Krankheit
- Vaskuläre Demenz: wenn die Durchblutung nachlässt
- Lewy-Körper-Demenz und Demenz bei Parkinson
- Frontotemporale Demenz und seltene Formen
- Fallarbeit: Vier Menschen, vier Demenzformen
- Die Kernsymptome: Orientierung, Sprache, Handeln, Erkennen
- Leichtes Stadium: die Fassade hält noch
- Mittleres Stadium: Orientierung und Alltag brauchen Hilfe
- Schweres Stadium: Kontakt über die Sinne
- Fallarbeit: Welches Stadium? Frau K. im Tagesverlauf
- Diagnostik in Grundzügen: wer stellt fest, dass es Demenz ist?
- Die Innensicht: was Demenz für den Menschen bedeutet
- Medikamente bei Demenz in Grundzügen
- Behandlung ohne Medikamente: was nachweislich hilft
- Fallarbeit: Frau S. bekommt neue Tabletten und schläft nur noch
- Milieu: Räume, Licht und Wege, die Orientierung geben
- Angehörige: Belastung, Schuld und Entlastung
- Sterben mit Demenz
- Fallarbeit: Die letzten Wochen von Frau B.
- Block-Abschluss: Demenz verstehen — die Landkarte
Block 4 · 11 UEPsychische Erkrankungen und geistige Behinderungen25 Module
- Was eine psychische Erkrankung ist — und was nicht
- Depression: Symptome und Ursachen
- Depression: Behandlung und was Betreuung beiträgt
- Suizidalität: erkennen, ansprechen, handeln
- Fallarbeit: Herr R. verschenkt seine Sachen
- Angst und Zwang: wenn die Furcht das Leben bestimmt
- Sucht im Alter: Alkohol und Medikamente
- Psychosen und Schizophrenie
- Bipolare Störung: zwischen Manie und Depression
- Fallarbeit: Frau D. will nachts das Haus streichen
- Persönlichkeitsstörungen im Alter
- Delir: die akute Verwirrtheit ist ein Notfall
- Medikamente und Therapie: was hilft und was Sie beobachten
- Krise: wer hilft und wann Zwang erlaubt ist
- Fallarbeit: Frau H. ist seit gestern ganz anders
- Was geistige Behinderung ist
- Ursachen: vor, während und nach der Geburt
- Down-Syndrom: Trisomie 21
- Erscheinungsformen im Alltag: Wahrnehmen, Lernen, Verhalten
- Fallarbeit: Herr T. (54, Down-Syndrom) wird vergesslich
- Alt werden mit Behinderung
- Teilhabe: Rechte und was sie im Alltag heißen
- Selbstbestimmung und Schutz: erwachsen, aber nicht allein
- Fallarbeit: Frau L. will nicht in die Gruppe
- Block-Abschluss: Erkrankungen und Behinderung — die Landkarte
Block 5 · 9 UESomatische Erkrankungen: Diabetes und Bewegungsapparat20 Module
- Was Diabetes ist: Zucker, Insulin und zwei Typen
- Blutzucker: was der Wert sagt und wer ihn misst
- Behandlung: Tabletten, Insulin, Essen, Bewegung
- Unterzuckerung und Überzuckerung: die Zeichen unterscheiden
- Fallarbeit: Die Kaffeetafel mit Herrn B.
- Folgeschäden: Augen, Nieren, Nerven, Herz
- Der diabetische Fuß: der Blick nach unten beim Spaziergang
- Diabetes bei Demenz und geistiger Behinderung
- Fallarbeit: Ausflug mit Frau K. — Betreuung mit Diabetes planen
- Knochen, Gelenke, Muskeln: was im Alter nachlässt
- Arthrose: Verschleiß, Anlaufschmerz, Bewegen ohne Belasten
- Osteoporose: brüchige Knochen, jeder Sturz zählt
- Rheuma und Gicht: wenn das Gelenk entzündet ist
- Fallarbeit: Frau R. will nicht zur Sitzgymnastik
- Der Rücken: Bandscheibe, Wirbelsäule, chronischer Rückenschmerz
- Behandlungsmöglichkeiten: Schmerzmittel, Physio, Ergo, Operation
- Hilfsmittel: Rollator, Stock, Rollstuhl, Greifhilfe
- Sturz und Knochenbruch: Risiko erkennen, bevor es passiert
- Fallarbeit: Herr M. kommt nach der Hüft-Operation zurück
- Block-Abschluss: Beobachten, melden, Grenzen kennen
Block 6 · 17 UEGrundkenntnisse der Pflege: Nahrungsaufnahme, Inkontinenz, Schmerz, Wunden38 Module
- Essen und Trinken im Alter: warum es weniger wird
- Was Sie beim Essen dürfen: anreichen, begleiten, motivieren
- Vor dem ersten Löffel: die Mahlzeit vorbereiten
- Anreichen Schritt für Schritt
- Fallarbeit: Frau L. schiebt den Teller weg
- Schluckstörung erkennen: Husten, feuchte Stimme, Speisereste
- Konsistenz: Andicken, pürieren, weiche Kost — nur nach Anordnung
- Trinken: Bedarf, Angebote, Trinkprotokoll
- Hilfsmittel und Fingerfood: Selbst essen bleibt möglich
- Essen bei Demenz: vergessen, ablehnen, gemeinsam essen
- Fallarbeit: Herr T. hustet beim Mittagessen, Sie sind allein
- Was Inkontinenz ist: Blase, Darm und der Verlust der Kontrolle
- Formen: Belastung, Drang, Überlauf, Stuhl — Verhalten deuten
- Ursachen und Behandlung: warum Sie Änderungen melden
- Fallarbeit: Frau P. steht mitten im Singkreis auf
- Toilettengang begleiten: Zeiten, Wege, Kleidung, Rufen
- Hilfsmittel kennen: Vorlagen, Pants, Katheter, Toilettenstuhl
- Haut, Geruch, Infektion: was Sie sehen und riechen
- Würde und Sprache: kein Wort von „Windel“
- Fallarbeit: Der Ausflug mit Herrn W.
- Was Schmerz ist: Warnsignal, akut und chronisch
- Schmerz ohne Worte erkennen: Mimik, Haltung, Verhalten
- Schmerz erfragen: wo, wie stark, seit wann, was hilft
- Fallarbeit: Herr F. bleibt liegen — „alles tut weh“
- Behandlung: Schmerzmittel, Wirkung, Nebenwirkung
- Was Sie ohne Medikament tun können
- Chronischer Schmerz und Stimmung: Rückzug erkennen, Aktivierung dosieren
- Schmerz am Lebensende: begleiten, beobachten, melden
- Fallarbeit: Frau D. schlägt beim Anziehen der Jacke
- Haut und Wunde: was im Alter anders heilt
- Dekubitus: Druck mal Zeit
- Dekubitus vermeiden aus der Betreuung heraus
- Fallarbeit: Frau H. sitzt seit drei Stunden beim Sommerfest
- Andere chronische Wunden: diabetischer Fuß, offenes Bein, Hautrisse
- Wundversorgung ist Behandlungspflege: sehen, nicht anfassen
- Kleine Verletzungen im Betreuungsalltag: Schnitt beim Basteln
- Was Wunden zum Heilen brauchen: Essen, Bewegung, Schmerzfreiheit, Zuwendung
- Block-Abschluss: vier Themen, eine Haltung
Block 7 · 13 UEPflegedokumentation, Hygiene und das Zusammenspiel von Pflege und Betreuung29 Module
- Warum dokumentieren? Das Gedächtnis des Teams
- Was in den Betreuungsnachweis gehört
- Die Regeln: wahr, zeitnah, lesbar, unterschrieben
- Übung: Beobachtung statt Bewertung formulieren
- Fehler korrigieren: einmal durchstreichen, nie Tipp-Ex
- Digital dokumentieren: Tablet, Software, Zugang
- Die Pflegeakte lesen: Stammblatt, SIS, Maßnahmenplan, Bericht
- Besondere Vorkommnisse: Sturz, Verweigerung, Weglaufen, Beschwerde
- Ambulant: Leistungsnachweis, Unterschrift und Abrechnung
- Fallarbeit: Ein Nachmittag bei Herrn M. — der vollständige Eintrag
- Wer die Dokumentation liest: Prüfung, Kasse, Angehörige, Gericht
- Die Infektionskette: wie Erreger wandern
- Händehygiene: die fünf Momente und die 30 Sekunden
- Handschuhe, Kittel, Maske: Schutzausrüstung richtig
- Übung: Situation → Maßnahme — die Hygiene-Ampel
- Flächen, Spielmaterial und Wäsche
- Kochen, Backen, Kaffeetafel: Hygiene beim Betreuungsangebot
- Norovirus, Influenza, COVID-19: wenn es im Haus umgeht
- MRSA und andere multiresistente Erreger
- Fallarbeit: Durchfall im Wohnbereich — der Hygieneplan in Aktion
- Warum Pflege Betreuung braucht — und umgekehrt
- Übung: „Darf ich das?“ — Abgrenzung im Alltag
- Der Pflegeprozess in Grundzügen
- Expertenstandards: was dahintersteckt und was Sie davon tun
- Beobachten: was Sie sehen, hören und riechen
- Melden: sofort, heute oder in der Übergabe?
- Übergabe: kurz, vollständig, strukturiert
- Fallarbeit: Frau B. kommt nicht mehr zur Gruppe
- Block-Abschluss: Dokumentation, Hygiene, Zusammenspiel
Block 8 · 15 UEErste Hilfe und Verhalten im Notfall34 Module
- Rettungskette, Pflicht zur Hilfe und Eigenschutz
- Notruf 112: die fünf W und was danach kommt
- Erstcheck: ansprechen, anfassen, Atmung prüfen
- Stabile Seitenlage Schritt für Schritt
- Übung: Bewusstlos oder nicht? Vier Szenen entscheiden
- Herzstillstand: erkennen und drücken
- Beatmung und 30:2 — oder nur drücken
- AED: einschalten, kleben, Anweisungen folgen
- Reanimation im Pflegealltag: Bett, Patientenverfügung, Aufhören
- Übung: Der Reanimationsablauf in der richtigen Reihenfolge
- Verschlucken: Husten lassen, Rückenschläge, Bauchstöße
- Blutungen: Druck, Hochhalten, Druckverband
- Schock erkennen und richtig lagern
- Fallarbeit: Herr M. schneidet sich in der Küche tief — Blutung und Schock
- Herzinfarkt: Brustschmerz ernst nehmen
- Schlaganfall: FAST und die Uhr
- Krampfanfall: schützen, nicht festhalten
- Unterzuckerung und Überzuckerung
- Übung: Vier innere Notfälle — welcher ist es?
- Sturz: erst prüfen, dann bewegen
- Knochenbruch, Verstauchung, Wirbelsäule
- Verbrennung und Verbrühung
- Vergiftung: Tabletten, Reinigungsmittel, Rauch
- Fallarbeit: Frau S. liegt neben dem Bett — Sturz, Hüfte, Blutverdünner
- Hitze und Kälte: Hitzschlag, Sonnenstich, Unterkühlung
- Atemnot: Asthma, COPD und wenn das Herz schwächelt
- Allergische Reaktion und Anaphylaxie
- Notfall bei Menschen mit Demenz
- Übung: Atemnot, Allergie, Hitze oder Delir? Vier Szenen
- Psychische Erste Hilfe: da bleiben, abschirmen, zuhören
- Übergabe an den Rettungsdienst
- Nach dem Notfall: Protokoll, Verbandkasten, Nachsorge
- Fallarbeit: Ein Vormittag, drei Notfälle — Prioritäten setzen
- Block-Abschluss: Ihr Erste-Hilfe-Fahrplan
Aufbaukurs · 60 UE
Block 9 · 12 UEVertiefung: Verhalten, Kommunikation und Umgangsformen27 Module
- Jedes Verhalten hat einen Sinn
- Bedürfnismodelle: was hinter dem Verhalten steht
- Verstehende Diagnostik: in sechs Schritten zur Hypothese
- Auslöser finden: Körper, Umgebung, Beziehung, Tag
- Fallarbeit: Frau K. ruft jeden Nachmittag
- Validation vertieft: die Haltung
- Validation vertieft: die Techniken
- Biografiearbeit vertieft: die Lebenswelt der Jahrgänge
- Biografiearbeit vertieft: Methoden und Grenzen
- Fallarbeit: Herr M. wehrt sich morgens
- Aggression verstehen: die Eskalationskurve
- Deeskalation: so handeln Sie
- Weglaufen, Rufen, Wiederholen: drei typische Verhaltensweisen
- Rückzug und Apathie: das stille herausfordernde Verhalten
- Fallarbeit: Frau S. schlägt im Singkreis
- Nähe und Distanz: die professionelle Beziehung
- Sich abgrenzen, ohne kalt zu werden
- Sexualität und Zärtlichkeit im Alter
- Kultursensibel betreuen
- Fallarbeit: Frau A. spricht nur noch Türkisch
- Humor als Brücke
- Trauer begleiten
- Sterbende begleiten
- Fallarbeit: Herr B. liegt im Sterben
- Gruppen leiten: planen
- Gruppen leiten: Dynamik und Störungen
- Block-Abschluss: Ihr Werkzeugkasten für schwierige Momente
Block 10 · 12 UERechtskunde: Richtlinie, Haftung, Betreuungsrecht, Schweigepflicht, Datenschutz, Charta27 Module
- Warum es die Richtlinie gibt: von § 87b zu § 53b
- Ziel und Grundsätze: betreuen und aktivieren, nicht pflegen
- Ihre Aufgaben nach § 2: die Liste und ihr Sinn
- Was Sie nicht tun dürfen: § 2 Abs. 4
- Eignung, Qualifikation, Fortbildung: §§ 3 bis 5
- Ambulant und stationär: wo die Richtlinie gilt und wo sie hilft
- Fallarbeit: „Können Sie morgens beim Waschen helfen?"
- Haftung: die drei Ebenen und die Sorgfaltspflicht
- Wer zahlt? Arbeitnehmerhaftung und Versicherungen
- Helfen müssen, Aufgaben ablehnen dürfen
- Arbeitsrecht in Grundzügen
- Fallarbeit: Sturz beim Spaziergang
- Rechtliche Betreuung: wer entscheidet, wenn jemand nicht mehr kann
- Vorsorge: Vollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung, Ehegattennotvertretung
- Selbstbestimmung im Alltag: wen fragen Sie wann?
- Freiheitsentziehende Maßnahmen: § 1831 BGB
- Fallarbeit: „Mutter darf nicht mehr raus"
- Schweigepflicht: § 203 StGB und Ihr Arbeitsvertrag
- Schweigepflicht im Alltag: die typischen Fallen
- Datenschutz: die DSGVO in Alltagssprache
- Fotos, Messenger, Unterlagen: Regeln für den Dienst
- Datenpanne: was Sie sofort tun
- Fallarbeit: drei Anrufe, ein Foto, eine Nachbarin
- Die Pflege-Charta: Artikel 1 bis 4
- Die Pflege-Charta: Artikel 5 bis 8
- Fallarbeit: der Charta-Check eines Betreuungstages
- Block-Abschluss: Ihre Rechts-Landkarte
Block 11 · 12 UEHauswirtschaft und Ernährungslehre, Diäten und Unverträglichkeiten27 Module
- Hauswirtschaft als Betreuungsaufgabe: mit der Person, nicht für sie
- Die Wohnung sicher machen — ohne zu bevormunden
- Ordnung, Reinigung und Lüften im Alltag
- Wäsche: sortieren, waschen, pflegen
- Fallarbeit: Frau K. lässt niemanden an ihren Schrank
- Einkaufen mit und für die Person
- Geld und Haushaltsbuch: sauber, nachvollziehbar, ohne Missbrauch
- Küche und Lebensmittel: Hygiene und Lagerung, die zählt
- Praxisaufgabe: Gemeinsam eine Mahlzeit zubereiten
- Nährstoffe: die fünf Gruppen auf dem Teller
- Was der Körper im Alter braucht: weniger Energie, mehr Eiweiß
- Trinken: Austrocknung erkennen und verhindern
- Fallarbeit: Herr M. isst kaum noch — Mangelernährung erkennen
- Essbiografie, Kultur und Religion: Essen ist Erinnerung
- Demenz und Essen: anbieten, nicht drängen
- Schluckstörung und Konsistenzstufen
- Praxisaufgabe: Frau R.s Mahlzeit gestalten
- Diabetes: Essen ohne Verbote, aber mit Regelmäßigkeit
- Herz, Niere, Gicht: was die Kost verändert
- Fallarbeit: Frau S. will nur noch Pudding — Wunschkost am Lebensende
- Allergie oder Unverträglichkeit? Der Unterschied entscheidet
- Laktose: Milchzucker ohne Bauchweh
- Gluten und Zöliakie: das Krümelproblem
- Fruktose und Histamin: wenn Obst und Reifes Beschwerden machen
- Nussallergie und Notfall: Anaphylaxie erkennen und handeln
- Fallarbeit: Der Kuchen vom Enkel — Unverträglichkeiten im Alltag
- Block-Abschluss: Hauswirtschaft, Ernährung, Diäten, Unverträglichkeiten
Block 12 · 8 UEBeschäftigung und Freizeitgestaltung18 Module
- Beschäftigung: Auftrag, Ziel und das Recht auf Nein
- Von der Biografie zum Angebot
- Fähigkeiten einschätzen: die Zone des Gelingens
- Die 10-Minuten-Aktivierung
- Fallarbeit: Frau K. war Bäuerin — drei Angebote aus einer Biografie
- Alltagsbegleitung: Wäsche falten, Tisch decken, Kartoffeln schälen
- Gruppe oder einzeln: Angebote passend zuschneiden
- Gedächtnistraining, das nicht beschämt
- Fallarbeit: Das Quiz, das schiefging
- Kreatives: Malen, Basteln, Handarbeit — erwachsenengerecht
- Musik und Singen: der Schlüssel, der bis zuletzt passt
- Garten, Natur und Tiere
- Fallarbeit: „Basteln ist nichts für mich“ — Angebote für Männer
- Feste und Jahreskreis: Vorfreude als Beschäftigung
- Bettlägerige und schwer erreichbare Menschen: Sinne, Nähe, Snoezelen
- Unterwegs und draußen: Spaziergang, Ausflug, Gottesdienst, Friedhof
- Praxisaufgabe: Eine Woche planen, dokumentieren, Wirkung beobachten
- Block-Abschluss: Beschäftigung und Freizeitgestaltung
Block 13 · 8 UEBewegung für Menschen mit Beeinträchtigungen, Demenz und psychischen Erkrankungen18 Module
- Warum Bewegung: fünf Wirkungen, die Sie sehen können
- Was Sie dürfen und was nicht: Bewegung ist Betreuung, nicht Therapie
- Sturzrisiko erkennen: Person, Umgebung, Medikamente
- Kraft und Gleichgewicht üben: das Sturz-Programm
- Fallarbeit: Frau K. ist gestürzt — was jetzt, was danach
- Sitzgymnastik: ein 15-Minuten-Programm zum Nachmachen
- Stehgymnastik mit Halt: für die, die noch stehen können
- Gehen begleiten: vom Stuhl aufstehen, Rollator, Stock
- Rückenschonend arbeiten: Ihr eigener Körper hält 30 Jahre
- Fallarbeit: Herr M. will nicht — Bewegung anbieten, ohne zu drängen
- Bewegung bei Demenz: Bewegungsdrang, Spaziergang, Tanz, Musik
- Bewegung bei Depression und Angst: der kleinste mögliche Schritt
- Bewegung bei Parkinson und nach Schlaganfall
- Bewegung bei Arthrose und Osteoporose: bewegen ja, belasten mit Maß
- Fallarbeit: eine Gruppe, drei Fähigkeitsstufen
- Bewegung im Rollstuhl und im Bett
- Atemübungen, Warnzeichen und Kontraindikationen: wann Sie aufhören
- Block-Abschluss: Bewegungsangebot planen, durchführen, dokumentieren
Block 14 · 8 UEZusammenarbeit mit Pflegekräften, Angehörigen und Ehrenamtlichen18 Module
- Ihr Platz im Team: Betreuung neben Pflege, nicht darunter
- Den Pflegeprozess verstehen: wo Ihre Beobachtung hineingehört
- Übergabe: was Sie melden, wann und in drei Sätzen
- Dienstbesprechung und Fallbesprechung: sich einbringen
- Konflikte im Team: 'Die Betreuung hat ja Zeit'
- Fallarbeit: 'Kannst du Frau K. schnell waschen?'
- Ärzte, Therapeuten, Sozialdienst: wer macht was und wie Ihre Beobachtung ankommt
- Angehörige verstehen: Erwartungen, Schuld, Trauer, Kontrolle
- Angehörige einbinden: Biografie, Besuch, gemeinsames Tun
- Grenzen und Schweigepflicht gegenüber Angehörigen
- Fallarbeit: 'Meine Mutter sitzt hier nur rum'
- Beratung weitervermitteln: Pflegestützpunkt, Pflegeberatung, Selbsthilfe
- Entlastungsangebote kennen: § 45b, Tagespflege, Kurzzeit- und Verhinderungspflege
- Ehrenamt in der Betreuung: wer kommt, warum, und was ist anders als bei Ihnen
- Ehrenamtliche anleiten: Einführung, Aufgaben, Grenzen, Versicherung
- Wertschätzung und Bindung: Ehrenamt hält nur mit Dank — und der Hospizdienst
- Fallarbeit: Frau S. vom Besuchsdienst meint es gut
- Block-Abschluss: das Netzwerk um eine Person zeichnen
Praktika
Die Richtlinie verlangt zwei Praktika in einer zugelassenen Pflegeeinrichtung. Sie absolvieren sie vor Ort, melden sie in Ihrem Konto und wir bestätigen sie nach Vorlage der Bescheinigung.
In einer ambulanten, teil- oder vollstationären Pflegeeinrichtung. Entfällt bei mindestens 40 Stunden nachgewiesener Tätigkeit in Betreuung oder Pflege (§ 5 Abs. 2 der Richtlinie).
Unter Anleitung einer erfahrenen Pflegefachkraft, möglichst mit gerontopsychiatrischer Zusatzausbildung. Darf aufgeteilt werden. Das Büro bestätigt den Nachweis nach Vorlage der Praktikumsbescheinigung.
Was im Preis enthalten ist
- Alle 359 Module mit Grafiken, Fallentscheidungen und Reflexion
- Gesprochener Text zu jeder Karte
- Lerntagebuch mit Ihren eigenen Antworten
- Zertifikat als PDF mit prüfbarer Nummer
- Unbefristeter Zugang, auch nach dem Abschluss
- Bestätigung der Praktika durch uns